Biathlon auf Skates in Altenberg
Der Blick auf den Wetterbericht lässt das Herz höher springen. Denn mit Sonnenschein ist so ein Biathlon-Staffelwettkampf auf Skates eine runde Sache. Voller Vorfreude und bester Laune fuhren wir mit Sandy, Heike und Nikolay mittags nach Altenberg. Treffpunkt war die Beerenvilla der Familie Manfred Beer im Ortsteil Zinnwald-Georgenfeld in welcher wir uns mit den anderen Teilnehmern zu einem gemeinsamen Mittagessen trafen.
Wir, die Saxony Skaters, hatten uns gerne bereit erklärt den Organisator des Biathlon-Events Matthias Boden zu unterstützen. Ich selber war für die Fotos verantwortlich, da wir nach dem Wochenende für alle Teilnehmer eine DVD erstellen wollen. Matthias erklärte nach dem Essen kurz den Ablauf und dann stand einem wunderbaren Wochenende nichts mehr im Weg.
Einige Teilnehmer waren bereits im letzten Jahr dabei und wollten das Event unbedingt noch einmal wiederholen. Auf dem Weg zum Schießstand der Sparkassen Arena kam man mit vielen Teilnehmern ins Gespräch und man tauschte sich über das Skaten aus. Zu Beginn machte Matthias ein paar Erwärmungsübungen die nicht nur dazu dienten warm zu werden sonder auch viel Spaß und Gelächter verbreiteten. Im Anschluss wurden alle in 2 Gruppen aufgeteilt. Diejenigen, welche sich noch nicht so sicher auf den Skates fühlten nahmen bei Matthias einen Spezialkurs wobei das Bremsen als Schwerpunkt im Vordergrund stand. Dazu bekam der ein oder andere noch individuelle Tipps. Wir betreuten die andere Gruppe und fuhren uns ein wenig ein. Dabei erkundigten wir schon einmal die Skatestrecke die für den nächsten Tag zum Biathlon vorgesehen war. In der Strafrunde konnte man Rechtskurven üben so oft man wollte. Und wer noch etwas an der Technik feilen wollte bekam von Ines und Sandy genügend Tipps.
Ein erster Höhepunkt war eine rasante Abfahrt für alle diejenigen, die sich zutrauten diese lang abschüssige Straße hinunter zu sausen. Dazu näherten wir uns vorsichtig oben an der Straße und sammelten uns. Ich positionierte mich etwas weiter unten um die mutigen Skater auf einem Erinnerungsfoto festzuhalten. Nach kurzer Einweisung durch Matthias konnte es losgehen. Marco, der jüngste männliche Teilnehmer (8 Jahre) fuhr als erster los. Wie ein Pfeil schoss er die Straße hinunter und verschwand nach einer leichten Rechtskurve aus dem Sichtfeld. Dann folgten die anderen mutigen Skater. Alle kamen ohne Sturz an und hatten sogar Zeit mir beim Vorbeifahren zu winken oder hielten stolz den Daumen nach oben. In der Zwischenzeit wurden bereits die anderen Teilnehmer von Michaela auf eine schnelle Runde geschickt und die erreichte Zeit notiert. Ziel war es, aus den Zeiten fünf gleich starke Teams zu bilden. Jeder gab sein Bestes und wer meinte, das war noch nicht das Schnellste, der konnte es noch einmal versuchen. Dann endete der erste Teil des Biathlonwochenendes in der Arena.
19 Uhr trafen wir uns alle wieder in der Beerenvilla zum gemeinsamen Grillabend. Hier erhielten wir von Manfred Beer eine Einweisung zum Biathlon und dem Gebrauch der Schusswaffe. Gefolgt wurde dieser interessante Vortrag mit einem weiteren Höhepunkt. Zu Gast war Phillipp Auerswald, ein Star vom Inline-Downhill. Er gab einen kurzen Abriss zu seiner Person und wirbelte die Werbetrommel für das Spektakel „Beton on Fire“ in Altenberg. Dieses spektakuläre Event haben einige von uns besucht und ihr findet den Bericht mit Bildern auch auf unserer Homepage unter Events 2010 "Beton on fire". Nun wurden die fünf Mannschaften für den Teamwettbewerb bekannt gegeben. Teamkapitän war jeweils ein Mitglied der Saxony Skaters. So betreuten Heike, Sandy, Ines, Michaela und Matthias immer jeweils ein Team. Im Anschluss zeigten wir unseren selber zusammengestellten Film über den Berlinmarathon von 2009. Dieser Film sollte einen Vorgeschmack für die DVD geben, welche wir über dieses Wochenende zusammenstellen wollen. Zum Ausklang des Abends liefen bereits die ersten Bilder des Tages auf der Leinwand ab. Gespannt schaute man auf die Fotos und manch einer war erstaunt was er für eine gute Figur auf den Inliner machte.
Am nächsten Tag folgte der Höhepunkt des Wochenendes. Der kleine „Team Wettbewerb“. Noch einmal sahen wir uns am Schießstand um bevor wir alle unsere Probeschüsse abgeben durften. Ich traf von zehn Schüssen alle. Etwas stolz fühlte ich mich schon, da ich eigentlich kein guter Schütze bin. Danach durften wir alle fünf Schuss auf eine Erinnerungsurkunde abfeuern. Jetzt starteten die Kinder zu einem kleinen Wettkampf. Jedes Kind konnte sich einen Erwachsenen aussuchen der für sie schießen sollte. Ich wurde von Vivien ausgewählt und dabei versprach ich ihr mein Bestes zu geben. Und ich hielt Wort, denn ich ersparte ihr die Strafrunde indem ich alle Treffer in Schwarze setzte. Nun waren wir dran. Aufregung machte sich breit und man konnte ansatzweise erahnen wie es den Leistungssportlern vor einem wichtigen Wettkampf gehen muss. Jeder Teilnehmer lief 3 Runden hintereinander und musste 2x liegend schießen. War die komplette Staffel durch ging es noch einmal von vorn los. Nach zwei Durchläufen war Ende. Mein Team machte sich zum Motto „Unter die Top 5“ zu kommen, was natürlich bei fünf Mannschaften möglich erschien. Gemeinsam feuerten wir immer den aktiven Skater unseres Teams an. Sowohl am Schießstand als auch in der Strafrunde. Und nun konnte ich einmal selber nachvollziehen wie es ist, wenn man mit einem hohen Puls zum Schießstand kommt. Meine Treffsicherheit war passe und ich musste beim ersten Durchlauf zwei und beim zweiten Durchlauf drei Strafrunden drehen. Erschöpft, aber überglücklich über unseren fünften Rang, fielen wir uns in die Arme. Auch in den anderen Mannschaften war der Teamgeist voll ausgeprägt und so feuerten jeder den anderen an. Und schon kurz nach dem Staffellauf waren wir alle gleicher Meinung „Das machen wir nächstes Jahr wieder!“
An dieser Stelle sei noch einmal Matthias Boden für dieses wunderbare Wochenende gedankt. Biathlon auf Skates ist nicht nur eine tolle Idee, sondern auch ein super Erlebnis was man selber einmal erlebt haben sollte.
Heiko